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14. Dezember 2017

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Automatisiertes Fahren und Verkehrssicherheit

Automatisiertes Fahren und Verkehrssicherheit© Bilerbox.com

FEMtech-Jury kürt Expertin für autonomes Fahren zu Forscherin des Monats.

Sandra Ulrich, Expertin für automatisiertes Fahren, ist von der FEMtech-Jury zur Expertin des Monats Oktober gewählt worden. Die gebürtige Steirerin ist Niederlassungsleiterin bei ARNDT IDC. Das Ingenieurbüro mit Standorten in Hamburg und Saarbrücken berät Kunden beim Planen und Umsetzen komplexer Verkehrsinfrastrukturprojekte und ist nun seit September auch mit einer Dependance in Wien vertreten.
Sandra Ulrich ist dabei als Fachbereichsleiterin für den Bereich Straßenbetrieb und -erhaltung verantwortlich. Außerdem soll in vielfältigen Forschungsprojekten geklärt werden, welche Infrastrukturmaßnahmen es braucht, um ein perfektes Zusammenspiel von selbstfahrenden Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern zu ermöglichen.
 
Viele unterschiedliche Disziplinen
„Wichtig ist die Erkenntnis, dass automatisiertes Fahren nicht nur eine technische Herausforderung auf Fahrzeugseite ist, sondern, dass man das Verkehrssystem als Ganzes im Blick behalten muss“, so Ulrich. „Infrastruktur und automatisierte Fahrzeuge haben viele Schnittstellen – Infrastruktur kann durch sinnvolle Vernetzung mit Fahrzeugen den Verkehr sicherer machen und umgekehrt kann durch die Nutzung automatisierter Fahrzeuge im Straßenbetrieb der Betrieb der Infrastruktur selbst sicherer werden. Das Thema bietet viele großartige Chancen, die Zukunft der Mobilität mitzugestalten,“ so die prämierte Forscherin.

Nach dem Bauplanungs- und Baumanagementstudium an der FH Joanneum Graz und der University of South Australia hat die FEMtech-Expertin ihre Karriere als Planungskoordinatorin bei Firmen in Japan und Australien begonnen, bevor sie wieder nach Österreich zurückkehrte, um als Projektmanagerin bei der Alpine Bau GmbH sowie der STRABAG AG zu arbeiten. Zuletzt war sie beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in Wien als Projektleiterin Innovation für Projekte rund um das automatisierte Fahren verantwortlich.
Der Fokus ihrer Arbeit lag hier vor allem auf Verkehrssicherheit und der Interaktion von automatisierten Fahrzeugen mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Eines ihrer Projekte als Mitarbeiterin des KfV war das vom Verkehrsministerium (BMVIT) geförderte Projekt „WienZWA – Zukunft Wird Automatisiert“. Das Konsortium von WienZWA sondiert, wie im Raum Wien und Umland ein umfassendes, offenes, europäisches Testlabor zu automatisiertem Fahren aufgebaut werden kann - unter dem Motto: „Sicherheit aller Menschen im Verkehr“.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 13.10.2017