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25. September 2021

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„Der Nutzen überwiegt mögliche Risiken deutlich“

„Der Nutzen überwiegt mögliche Risiken deutlich“© Pexels.com/Karolina Grabowska

Gesicherte Fakten und Mythen. Neue Plattform der Donau-Uni Krems publiziert wissensbasierte Informationen zum Thema Corona-Impfung. „Medizin-Transparent“ soll fundiert, transparent und vertrauenswürdig aufklären.

(red/czaak) Viele Menschen fühlen sich beim Thema COVID-Impfung verunsichert und zu wenig informiert. Zu den verschiedenen Impfstoffen kursieren zahlreiche Mythen und oftmals widersprüchliche Botschaften. Welche Informationen vertrauenswürdig sind und welche nicht, ist oft schwierig zu unterscheiden. Um hier aufzuklären, veröffentlicht die Donau-Universität Krems nun über die Plattform „Medizin-Transparent“ objektive und wissenschaftlich geprüfte Informationen. Die Plattform ist Teil und Projekt von Cochrane Österreich (Anm. Gesundheitsinformations-Plattform) und des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Universität Krems.

Start ist eine laufend aktualisierte Artikelserie zu Fragen rund um die COVID-Impfung. „Wir fassen das derzeitige Wissen verständlich, kompakt und evidenzbasiert zusammen und zeigen transparent auf, welche Fragen noch ungeklärt sind. Nur so können Bürger eine informierte Entscheidung zur Impfung treffen“, erklärt Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation der Donau-Uni Krems. Die ersten Erkenntnisse rund um die Corona-Impfung sind nun aktuell publiziert.

Schwere Nebenwirkungen nur sehr selten
„Kurzfristige Impfreaktionen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle sind häufig und unbedenklich. Schwere Nebenwirkungen wie etwa ein allergischer Schock traten bisher nur sehr selten auf. Die Sorge, dass die menschliche DNA durch die Corona-Impfung beeinflusst oder gar verändert wird, ist unbegründet“, so die Experten der Donau-Uni Krems. Der Themenbereich Impfung und menschliche DNA wird dabei exakt erläutert: „Der messenger-RNA-Impfstoff (mRNA-Impfstoff) und die menschliche DNA im Zellkern kommen nicht in Kontakt. Die mRNA besteht aus anderen Bausteinen als die DNA, eine Interaktion daher äußerst unwahrscheinlich. Auch auf das Erbgut in Spermien oder Eizellen hat der Impfstoff keinen Einfluss.“

Auch andere Fragen werden transparent erörtert: „Wie lange der Schutz nach der Impfung anhält und wie sich Virus-Mutationen auf die Wirksamkeit auswirken könnten, ist noch unklar. Ebenso, ob Geimpfte das Virus an andere, ungeimpfte Personen weitergeben können. Auch seltene Nebenwirkungen werden erst entdeckt werden, wenn viele Millionen Menschen geimpft wurden“, so weitere Publikationen. Und: „All diese Fragen werden zukünftige Studien beleuchten - die Corona-Impfstoffe, ihre Nebenwirkungen und ihre Wirksamkeit werden laufend und engmaschig überwacht.“

Höchster Standard für Gesundheitsinformationen
Für alle Veröffentlichungen berücksichtigt „Medizin-Transparent“ sämtliche aussagekräftigen Studien und nicht nur einzelne Forschungsergebnisse. Die Recherchen erfolgen gemäß einem sogenannten begutachteten Methodenpapier. Grundsätzlich erfüllen alle Informationen auf „Medizin-Transparent“ die definierten Kriterien der „Guten Gesundheitsinformation Österreich“ als aktuell höchster Standard für Gesundheitsinformationen. Finanziert wird die unabhängige Rechercheplattform durch öffentliche Gelder des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), der Bundesgesundheitsagentur und der Donau-Universität Krems.

„Vertrauenswürdige Informationen geben Sicherheit und sind das wirksamste Mittel gegen Gerüchte und Mythen. Gute Gesundheitsinformation legt nachvollziehbar und objektiv alle Fakten auf den Tisch – den Nutzen genauso wie Unsicherheiten und mögliche Risiken“, so Jana Meixner von „Medizin-Transparent“. Und die aktuell wichtigste Erkenntnis lautet: „Der Nutzen der bisher zugelassenen Impfstoffe überwiegt mögliche Risiken deutlich: Da es derzeit kein Medikament gegen Corona gibt, sind die Impfstoffe neben Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln die einzigen Mittel zum Schutz vor Erkrankung.“

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 26.02.2021