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25. April 2019

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Weniger Qualität und Quantität bei Jobantritt

Weniger Qualität und Quantität bei Jobantritt@Piqs.de/Nessquick

Deutsche Personalleiter beklagen immer weniger Bewerber bei Ausbildungsplätzen und immer geringere Eignungsbasis, insbesondere bei Hochschulabsolventen, so eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts der Uni München.

In den vergangenen fünf Jahren gingen in 68 Prozent der deutschen Unternehmen weniger Bewerbungen ein, in 18 Prozent blieb die Anzahl gleich und nur in 10 Prozent erhöhte sie sich. Hauptgrund für den Rückgang ist die Zunahme der seinerzeit geburtenschwachen Jahrgänge. Zwei Drittel der Firmen gaben jedoch an, dass die Zahl der Auszubildenden ihrem Ziel entspricht, ein Drittel wünscht sich, mehr Jugendliche auszubilden.
Aktuell bringen die Auszubildenden meist die Mittlere Reife (56 Prozent), gefolgt vom Hauptschulabschluss (34 Prozent) und dem Abitur (30 Prozent). Mittlere Reife und Hauptschul-Abschluss sind vor allem in Industrie und Handel verbreitet, während Abiturienten besonders häufig in der Industrie und bei Dienstleistern beschäftigt sind. Eine wichtige Rolle spielen Abitur und Fachabitur in Großunternehmen.

Ambivalente Qualität der Bewerber
Gefragt nach der grundsätzlichen Eignung bei Ausbildungsantritt, beklagen rund zwei Drittel der Personalleiter eine nachlassende Qualität der Bewerber. 28 Prozent können keinen Unterschied feststellen und nur 4 Prozent sprechen hier von einer Verbesserung. Zufriedener sind die Personalleiter mit den eigenen Auszubildenden: 76 Prozent der Personalleiter bewerten sie als gut, 11 Prozent als sehr gut und 13 Prozent sind nicht zufrieden.
Auf die Frage nach der Qualität der Ausbildung von Hochschulabsolventen reagieren nur 2 Prozent sehr zufrieden. 46 Prozent sind zufrieden, 11 Prozent unzufrieden, 1 Prozent ist sehr unzufrieden und immerhin 41 Prozent machten keine Angabe dazu. Am höchsten ist die Zufriedenheit in der Industrie (57 Prozent), gefolgt von den Dienstleistern (47 Prozent). Am wenigsten zufrieden sind die Händler (42 Prozent).
Bei der Bewertung der digitalen Fähigkeiten von Auszubildenden zeigt sich ein anderes Bild. Zwei Drittel der Personalleiter schätzen sie als sehr gut oder gut ein, ein Drittel bewertet sie als weniger gut und 4 Prozent als ungenügend. Mit den digitalen Fähigkeiten von Hochschulabsolventen zeigen sich die Personalleiter noch zufriedener: 87 Prozent bewerten sie als gut (63 Prozent) oder sehr gut (24 Prozent).

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 07.03.2019