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25. April 2019

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Steigender Datenverkehr braucht technologische Basis

Steigender Datenverkehr braucht technologische Basis@Piqs.de/Zeppelin

Bis 2022 soll sich in Westeuropa der durchschnittliche mobile Datenverkehr um das 5-fache erhöhen. Parallel steigt Bandbreite jetziger Mobilfunknetze nur um das 3-fache. Rasche Umsetzung von 5G-Netzen ist entsprechend dringliche Notwendigkeit.

Von 2017 bis 2022 erhöht sich in Westeuropa der mobile Datenverkehr pro Einwohner von aktuell 2,4 auf 12 GB monatlich und damit um das 5-fache. Parallel steigt die durchschnittliche Geschwindigkeit der aktuellen Mobilfunknetze nur um etwas mehr als das Dreifache von 16 auf 50,5 Mbit je Sekunde. Das analysiert der aktuelle Cisco Mobile Visual Networking Index.


Voraussetzung zur Bewältigung des steigenden Datenverkehrs
So der Aufbau moderner 5G-Netze nach Plan verläuft, dann unterstützen diese im Jahr 2022 in Westeuropa mehr als 6 Prozent aller mobilen Verbindungen. Der Anteil von 4G-Netzen steigt in diesem Zeitraum parallel von 42 auf fast 60 Prozent. 3G-Netze sinken auf etwas über 5 Prozent und 2G auf 3 Prozent. Die Geschwindigkeit von 4G-Netzen erhöht sich im Durchschnitt von rund 30 auf 52 MBit/s, während 5G-Netze bis zu 177 MBit/s erreichen. Letztere sollen dann in drei Jahren etwa 23 Prozent aller mobilen Daten übertragen, so die Cisco-Analysen.
„5G ist eine wesentliche Voraussetzung, um den gestiegenen Datenverkehr überhaupt zu bewältigen. Österreich war international bei 3G ein Vorreiter, mit 5G haben wir wieder die Chance, Österreich als digitalen Innovationsstandort zu positionieren“, unterstreicht Hans Greiner, General Manager für Cisco Österreich anlässlich der Verlautbarung der neuen Zahlen des Cisco Mobile Visual Networking Index.

59 Millionen WLAN-Spots 2017 bis 132 Millionen im Jahre 2022
Insgesamt beträgt der mobile Datenverkehr 2022 in Westeuropa 61,4 Exabyte, 2017 waren es 12,3 Exabyte. Die Anzahl der Nutzer steigt in diesem Zeitraum von 357 auf 366 Millionen, das entspricht 86 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2022. In drei Jahren wird damit über die Hälfte (55 Prozent) des gesamten IP bzw. Internet-Traffics per WLAN übertragen, 35 Prozent über kabelgebundene Netze und 10 Prozent mobil. 2017 waren es noch 48 Prozent per WLAN, 47 Prozent kabelgebunden und 6 Prozent mobil.
Ohne die Offload-Möglichkeit zu WLAN würde der mobile Datenverkehr mit einer jährlichen Wachstumsrate von 44 Prozent steigen, durch Offload sind es 38 Prozent. Dabei wächst die Rate der Auslagerung von mobilem Datenverkehr zu WLAN von 58 auf 66 Prozent. Die Anzahl der WLAN-Hotspots (Anm. inklusive Home), steigt in Westeuropa zwischen 2017 und 2022 von 59 Millionen auf 132 Millionen und die durchschnittliche Geschwindigkeit der WLAN-Verbindung von 25 auf knapp 50 Mbit je Sekunde.

Globale Entwicklungen
Weltweit werden mobile Netzwerke in drei Jahren erstmals fast ein Zettabyte (Anm. 930 Exabyte) Daten übertragen. Der mobile Datenverkehr wird dann knapp 20 Prozent des globalen IP-Traffics ausmachen. Und das bei mehr als 12 Milliarden mobilen Geräten und IoT-Verbindungen - im Vergleich zu neun Milliarden 2017. 2017 gab es weltweit rund fünf Milliarden mobile Nutzer, bis 2022 kommen weitere 500 Millionen dazu und das entspricht dann rund 70 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Die durchschnittliche globale Mobilfunk-Geschwindigkeit wird sich von knapp 9 Mbit/s 2017 auf über 28 Mbit/s im Jahre 2022 mehr als verdreifachen. Verbindungen auf Basis von 5G-Netzen werden in drei Jahren bei über 420 Millionen 5G-Geräten und Machine-to-Machine (M2M)-Verbindungen bereits rund 12 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. Die Anzahl der WLAN-Hotspots steigt weltweit von 124 Millionen (2017) auf 549 Millionen (2022).

Cisco Mobile Visual Networking Index
Der Cisco Mobile VNI umfasst weltweite, regionale und nationale Vorhersagen und Trends für Mobilfunknetze (2G, 3G, 4G und 5G). Die vollständige Studie enthält weitere Informationen und Analysen zum Wachstum des mobilen Datenverkehrs, mobiler Geräte/Verbindungen, des mobilen IoT nach Branchen, der mobilen IPv6-Nutzung, der Mobilfunk-Netzwerkleistung, des WLAN-Offloads von mobilen Geräten/Verbindungen und der Preise. Sie basiert auf Prognosen unabhängiger Analysten und realen Netzwerk-Nutzungsdaten. Auf dieser Basis werden Ciscos eigene Analysen zu diesen Bereichen ergänzt.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 08.03.2019