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25. August 2019

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Depression durch Schlafmangel

Depression durch Schlafmangel© Bilderbox.com

Zu kurze Ruhephasen und zu wenig Schlaf behindern sowohl körperliche wie auch psychische Regeneration und erhöhen Risiko von Depressionen, so eine Studie des schwedischen Karolinksa-Instituts.

(PTA/red/mich) Wer zu wenig schläft, hat eine eher negative Wahrnehmung, wie Forscher des Karolinska Institutet im Rahmen einer Studie soeben ermittelt haben. "Dieses Ergebnis kann uns helfen zu verstehen, wie chronische Schlafstörungen, Müdigkeit und Schläfrigkeit zu psychischen Erkrankungen beitragen, so wie Depressionen", meint Studienautorin Sandra Tamm in einem Bericht von PressetextAustria.

Für die Studie haben die Forscher die Gehirnaktivität von 117 Probanden untersucht. Das Experiment konzentrierte sich auf psychologische Faktoren wie Gefühlsansteckung. Menschen imitieren die Emotion des Gegenübers mit ihrem Gesichtsausdruck, Schmerzempathie und emotionaler Selbstregulation. Das umschreibt die Fähigkeit eigene emotionale Reaktion zu kontrollieren.

Empfehlung für rund acht Stunden Schlaf
Dabei stellte sich heraus, dass jene Probanden, die für das Experiment ihren Schlaf reduzierten, eher zu einer negativen Interpretation von Stimuli neigten. Nur eine schlaflose Nacht hat bereits Veränderungen im emotionalen Verhalten bewirkt. Vor allem die emotionale Selbstregulation wurde durch Schlafmangel reduziert.

Grundsätzlich werden siebeneinhalb Stunden Schlaf empfohlen. Bei weniger fehle die wichtige, immer am Ende kommende REM-Phase. Diese sei für die Verarbeitung von emotionalem Stress entscheidend. Ohne sie besteht ein hohes Risiko für Angst, Panik, Depression und Burnout. Allerdings müssen die Menschen auch untertags die richtigen Dinge tun, sich gut ernähren, ausreichend bewegen und dabei möglichst viel Sonnenlicht konsumieren.

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PressetextAustria/red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 24.05.2019