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10. Dezember 2018

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Im Teufelskreis von Smartphones & Co.

Im Teufelskreis von Smartphones & Co. © piqs.de/heiwa4126

Eine aktuelle Umfrage von Pew Research bestätigt die übermäßige Nutzung digitaler Geräte. Kinder und Eltern sehen sich als regelrechte Gefangene mit wechselseitigen Vorhaltungen.

54 Prozent aller US-Teens verbringen eigenen Angaben nach zu viel Zeit mit ihrem Smartphone, so eine aktuelle Erhebung von Pew Research. Das macht wiederum zwei Drittel der Eltern besorgt. 36 Prozent von ihnen sagen allerdings, dass sie ebenfalls zu viel Zeit mit ihrem smarten Handy verbringen und das bestätigen wiederum die Teenager: 51 Prozent beklagen, dass ihre Eltern oder Betreuer deswegen für Gespräche oft oder manchmal keine Zeit haben.

Ständig und überall
15 Prozent der Eltern geben zu, dass ihr Mobiltelefon sie oft von der Arbeit ablenkt. Bei Teenagern sind es nur acht Prozent, die sich etwa in der Schule davon ablenken lassen. 52 Prozent der Teenager versuchen zudem mit den Smartphones die Zeit zu verringern. Gefragt nach dem Aufwand im Umgang mit den Sozialen Medien bemühen sich wiederum 57 Prozent die Zeit zu reduzieren und dabei auch weniger zu spielen. Und 72 Prozent checken nach dem Aufstehen sofort, ob sie neue Nachrichten bekommen haben.

Innige Verbundenheit
Die Umfrage zeigt auch, wie eng die Verbundenheit zwischen Teenagern und ihren Smartphones ist. 56 Prozent verbinden die Trennung von ihrem Gerät mit Einsamkeit, Ärger und Ängsten. Mädchen empfinden dabei eher Ärger und Ängste als Jungen. An der Pew-Umfrage beteiligt waren 743 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren und 1.058 Eltern von Teenagern. Nachdem die Internetpräsenz von Smartphone-Besitzern ständig stark diskutiert wird, will nun auch die Industrie reagieren. In neuen Produkten von Apple oder Google soll es künftig zeitliche Management-Funktionen geben.

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Pressetext Austria/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 21.09.2018