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10. Dezember 2018

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„Kreative Prozesse leben von Menschlichkeit und Empathie“

„Kreative Prozesse leben von Menschlichkeit und Empathie“© NLK Pfeiffer

Land Niederösterreich vergibt diesjährige Kulturpreise. Prämierte Projekte gehen von Bildende Kunst über Sensibles Bauen bis Erwachsenenbildung oder Literatur. Landeschefin Johanna Mikl-Leitner stellt Erinnerungsjahr 2018 in den Mittelpunkt ihrer Rede und zieht Bogen von Revolutionsjahr 1848 bis zu Novemberpogromen 1938 des Massenmörderregimes der Nazis.

Im Festspielhaus in St. Pölten wurden die aktuellen Kulturpreise des Landes Niederösterreich 2018 in acht Kategorien mit jeweils einem Würdigungspreis und zwei Anerkennungspreisen prämiert. „Niederösterreich ist stolz auf das Wirken und die Schaffenskraft seiner KünstlerInnen, die unseren Ruf als Land der Kunst und Kultur weit über die Grenzen unseres Landes hinaustragen“, so Johanna Mikl-Leitner, NOe-Landeshauptfrau in ihrer Eröffnungsrede. „Kreative Prozesse leben von der Persönlichkeit, der Menschlichkeit und Empathie, von menschlichen Erfahrungen und von menschlichen Werten und Haltungen“, unterstrich Mikl-Leitner.

Vom Revolutionsjahr 1848 bis zu den Novemberprogromen 1938
„Im heurigen Gedenkjahr ist es wichtig, sich mit der Geschichte auseinander zu setzen und Geschichte wachzuhalten“, so die Landeschefin weiter. Sie erinnert an das Revolutionsjahr 1848, an die Republikgründung und die Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 und an den Einmarsch der Nationalsozialisten im 1938 sowie an die Novemberpogrome im November 1938 mit den gewalttätigen Übergriffen auf die jüdische Bevölkerung. „Künstler sind auch Mahner und wichtige Wegbegleiter und Seismografen auf dem Weg in die Zukunft“, betont Mikl-Leitner.
Die Gastrede hielt die Schriftstellerin und Kultur-Preisträgerin des Jahres 2012, Cornelia Travnicek unter dem Titel „Unser aller 35. Mai“, wo sie neuen Denkanstößen zu gesellschaftspolitischen Themen einen höchstpersönlichen Ausdruck verleiht. Der Kulturpreis wird vom Land Niederösterreich seit dem Jahr 1960 vergeben. Um die umfangreiche Anzahl der heuer ausgezeichneten Projekte vollständig und trotzdem möglichst einfach leserlich zusammen zu fassen, sind nachfolgend nur Kategorien und Preisträger angeführt.

Alle Kategorien und alle 16 Preisträger
Die KulturpreisträgerInnen des Landes Niederösterreich 2018 sind in der Kategorie Medienkunst Eve Heller (Würdigungspreis), Christiana Perschon und Viktoria Schmid (Anerkennungspreise), in der Kategorie Bildende Kunst Ernst Skrička (Würdigungspreis), Christina Werner und Ines Hochgerner (Anerkennungspreise), in der Kategorie Erwachsenenbildung Rosemarie Rupp (Würdigungspreis), Verschönerungsverein Eichenbrunn sowie Bob Martens und Herbert Peter (Anerkennungspreise), in der Kategorie Literatur Ilse Helbich (Würdigungspreis), Magda Woitzuck und Milena Michiko Flašar (Anerkennungspreise), in der Kategorie Musik Christian Altenburger (Würdigungspreis), Hannes Raffaseder und der Verein „Podium Festival Österreich“ (Anerkennungspreise).
Weiters in der Kategorie Volkskultur und Kulturinitiativen Isolde Kerndl (Würdigungspreis), Familiengesang Knöpfl und forumschlosswolkersdorf (Anerkennungspreise), in der Kategorie Architektur the next Enterprise – Architects ZT GmbH (Würdigungspreis), poppe*prehal architekten und Franz Gschwantner (Anerkennungspreise) sowie in der Kategorie Sonderpreis „Hochwertiges Bauen in sensibler Umgebung“ Christian Jabornegg und András Pálffy (Würdigungspreis), Horst Zauner sowie Barbara Beranek-Pauschitz und Christoph Pauschitz (Anerkennungspreise).

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.11.2018