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21. September 2020

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Unternehmen brauchen rasche Liquiditätshilfen

Unternehmen brauchen rasche Liquiditätshilfen© Pexels.com/pixabay

In der Coronakrise benötigen viele Unternehmen in Deutschland Liquiditätshilfen. In April und Mai waren es 24 Prozent, so Ergebnisse aus der aktuellen Konjunkturumfrage des deutschen ifo-Instituts.

(red/cc) Im Branchenvergleich besonders viele Liquiditätshilfen benötigte der Handel und die Dienstleister mit jeweils 30 Prozent. In der Industrie waren es 17 Prozent, auf dem Bau vergleichsweise nur fünf Prozent. „Die Coronakrise trifft die Branchen in ganz unterschiedlicher Ausprägung“, erläutert ifo-Forscher Stefan Sauer.

Dienstleister besonders stark betroffen
Besonders stark betroffen bei den Dienstleistern waren die Reisebüros und -veranstalter, die zu 85 Prozent diese Hilfen in Anspruch nahmen. Danach folgen die Hotels mit 76 Prozent. 69 Prozent waren es in der Gastronomie, 57 Prozent in der Filmbranche, 54 Prozent bei der Vermietung von Autos und Maschinen, 49 Prozent in künstlerischen und unterhaltenden Branchen, 41 Prozent in Werbung und Marktforschung. Am unteren Ende fanden sich Wach- und Sicherheitsdienste und Detekteien mit 3,5 Prozent.

Einzelhandel versus Großhandel
Der Handel verzeichnet ebenfalls starke Unterschiede zwischen dem Einzelhandel mit 41 Prozent und dem Großhandel mit 20 Prozent. In der Industrie sind vor allem die Hersteller von Bekleidung mit 42 Prozent betroffen sowie die Metall-Erzeugung und –bearbeitung mit 34 Prozent. Dagegen brauchten die Chemie mit 7 Prozent der Firmen und die Hersteller von elektrischer Ausrüstung mit ebenfalls 7 Prozent nur wenig Liquiditätshilfen, so das Ifo-Institut in einer Aussendung.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 15.06.2020