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25. April 2019

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„Das ist der konkrete Schritt in die Digitalisierung.“

Video: 

(Video/Text) Mark Winkler, Head of Digital Transformation & Business Development bei Kapsch BusinessCom, erläutert economy den Impact Room von Kapsch, wo mit Unternehmen und interdisziplinären Fachexperten in eigenen Discovery Workshops Digitalisierungsprojekte konzipiert werden.

Economy: Mark Winkler, Kapsch BusinessCom, Leiter Digital Transformation und Business Development. Es gibt eine Fülle an neuen Technologien. Wie kann und soll ein Unternehmen hier Schritt halten?
Mark Winkler: Am besten, wenn das Unternehmen zu uns in den Impact-Raum kommt. Das kann sein der Techniker, die Vertriebsperson, der Manager, der Marketier. Plus, ganz wichtig, Insider aus den verschiedenen Branchen. Und die treffen sich hier mit uns, mit unseren Technologie- und Fachexperten.
Woraus, sehr oft, mittlerweile in 50 Prozent der Fälle, entsteht dann ein echter Proof of Concept (PoC), also der konkrete Schritt in die Digitalisierung.
Was fällt Ihnen ein zum Thema IoT?

Maschinenautomatisation, Sensoren...
... Sensoren. Und dann eine Auswirkung, die sich daraus ergibt...

... Zum Beispiel Reparaturen zu minimieren, letztendlich die Leistungsfähigkeit der Maschine zu optimieren.
... So beginnen wir nun in einem Design-Thinking-Prozess, die Ideen und Schlagwörter zu strukturieren und dann farblich, optisch verschiedenes miteinander zu verbinden.

Sie haben gesagt, die Work-Shops dauern zwei Tage, kann man dafür ungefähr rechnen, das macht Sinn.
Sehr oft ist es so, dass wir mit dem Unternehmen einen halben Tag zusammen treffen und die Möglichkeiten zeigen, auch ein Gefühl geben, wie wir aufgestellt sind und daraus ergibt sich dann ein konkretes Angebot.
Zwei Workshop-Tage kosten zwischen 4 und 5.000 Euro, wobei wir diese Kosten dann wieder gutschreiben im Projekt.
In der Regel ist es so, dass nach zwei Tagen von beiden Seiten erkannt wird, ok, Kapsch ist mein Partner mit dem ich arbeiten möchte und wir können auch erkennen, ok, das ist ein Bereich, das ist eine Sache, die wir begleiten möchten.

Wie kalkulieren oder rechnen Sie gemeinsam mit den Kunden die IT-Projekte. Natürlich abhängig von der Dimension, gibt es hier allgemein gültige Parameter?
Winkler: Die Praxis zeigt recht gut, dass ich für einen Prototypen, je nach Komplexität, zwischen 20 und 100.000 Euro benötige um einen Proof-of-Concept oder einen Proof-of-Customer zu erreichen.
Wobei wir schon im Zuge des Proof-of-Concept den gesamten Business-Case berechnen mit dem Kunden.
Die Kunden kommen zu uns, möchten digitalisieren und meinen damit eine Applikation im ersten Schritt, erkennen aber dann, dass vielleicht an der Basis einiges zu tun ist, ich einmal meine Daten in den Griff bekommen muss, dass ich vielleicht einen Data-Lake, einen Datensee aufbauen muss, dass ich zwar eine Vielzahl an Daten hab aber Experten aus der Data-Science-Truppe mit Ihnen drüber schauen und die Daten richtig aufbereiten.
Oder die Prozesse, um überhaupt die Grundlagen zu schaffen, modernisiert werden müssen und dann daraus meistens ein viel besserer Prototyp gebaut werden kann, der dann auch zu einem viel besseren kommerzialisierbaren Business-Modell gebracht werden kann.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 18.12.2018