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25. September 2021

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Der Mensch lenkt und die Maschine denkt

Der Mensch lenkt und die Maschine denkt© Pexels.com/Anamul Rezwan

Unternehmen erweitern die Digitalisierung ihrer Prozesse mit intelligenten Sensoren direkt an den Maschinen. Die Harmonisierung heterogener Anlagenstrukturen inkludiert auch Auswertung und Nutzung der Daten.

(red/czaak) Die produzierende Industrie ist ein Bereich, wo die punktgenaue Verfügbarkeit von Daten erfolgskritische Relevanz hat. Ein Beispiel für ein Digitalisierungsprojekt zur intelligenten Steuerung von Fertigungsprozessen ist das Unternehmen Zoerkler Gears. Der Familienbetrieb für innovative Antriebssysteme in Luftfahrt und Automobilindustrie beauftragte Kapsch BusinessCom mit der Integration intelligenter Sensorik in der Produktion.

Zoerkler Gears setzt auf Kapsch BusinessCom
Zielsetzung war ein sogenanntes Machine Manufacturing Execution Systems zur Unterstützung von Planung und Steuerung, wo ein digitales Abbild der Produktion die Überwachung der Maschinenparameter in Echtzeit ermöglicht.

Bei Zoerkler besteht durch die umfangreichen Fertigungstiefen ein heterogener Maschinenpark mit unterschiedlichen Kommunikationsstandards. Kapsch rüstete die Maschinen mit sensorbasierten IoT-Controllern aus, die indirekt in die Maschinensteuerungen eingebunden wurden und die Daten in Echtzeit an das Machine Execution System zur Aufbereitung weiterleiten.

Hohe Ansprüche an IT-Infrastruktur
„Speziell dieses Projekt zeigt die hohen Ansprüche an die IT-Infrastruktur. Gerade die Produktionsdigitalisierung braucht aktuelle technische Standards und einen raschen Zugriff auf die hausinternen Ressourcen“, so Markus Künstner, Experte für Manufacturing & Supply Chain bei Kapsch BusinessCom.

Das neue System ermöglicht nun die transparente Erfassung exakter Produktionskennzahlen sowie ein Echtzeitmonitoring der Maschinenzustände und Auslastungen. Parallel wird eine automatisierte Wartung zur Reduktion etwaiger Maschinenausfälle gewährleistet. „Der wichtigste Aspekt bei so einem Projekt ist ein dynamisches Projektteam, das sich mit dem Thema Digitalisierung klar identifizieren kann“, sagt Thomas Kranner, Project Manager bei Zoerkler.

Automatisierte Wartung beim Unternehmen BHDT
Ein weiteres Beispiel für die Digitalisierung von Produktionsprozessen ist das Unternehmen BHDT, Hersteller von Hochdruckkomponenten für die chemische Industrie. Bedingt durch einen heterogenen Maschinenpark konnten die Daten nicht einheitlich ausgelesen und verarbeitet werden. Um nun ein vergleichbares Bild von den Produktionsabläufen zu erhalten, wurde Kapsch BusinessCom mit der Harmonisierung beauftragt.

Zuerst wurden alle Maschinen zentral vernetzt und sodann die Daten plattformneutral aufbereitet und visualisiert. Mit dieser Vereinheitlichung wird die Produktion nun kontinuierlich optimiert und das inkludiert auch hier automatisierte Wartungen für eine höhere Verfügbarkeit der Anlagen. Die ebenso automatisierte Datenverarbeitung ermöglicht zudem lückenlose Qualitätsnachweise und eine Produktionsplanung in Echtzeit.

„Kapsch ist im Industrieumfeld bekannt für seine breite IKT-Kompetenz und hat rasch verstanden, welche Prozesse optimiert gehören und eine durchgängige Lösung unterschiedlicher Technologiepartner und Systeme umgesetzt“, so Andreas Weissenbacher von BHDT.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 15.06.2021