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25. August 2019

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Die Übergabe der Verantwortung

Die Übergabe der Verantwortung© Bilderbox.com

Managed Services. Die Zunahme übergreifender Produktionsketten erhöht die technischen Anforderungen bei international tätigen Industriebetrieben. Ein wesentlicher Bestandteil sind dabei digital vernetzte Kommunikations- und Medientechnologien sowie das gesetzeskonforme Management der Daten.

(Christian Czaak) Die oberösterreichische Miba AG ist mit 27 Werken in Europa, USA und Asien einer der größten Zulieferbetriebe der globalen Fahrzeug- und Motorenindustrie. Zur Modernisierung der Unternehmenskommunikation wurde Kapsch BusinessCom mit einem Medientechnikkonzept für alle Miba-Standorten beauftragt. Das Anforderungsprofil beinhaltete einen global einsetzbaren technologischen Standard und die Vernetzung mit der bestehenden, seinerzeit ebenso von Kapsch implementierten Telefonie- und IT-Netzwerkinfrastruktur.

Zentrale Steuerung
Ein wesentliches Kriterium war die zentrale Steuerung aller enthaltenen Komponenten wie etwa Video-Conferencing, Smartboards oder digitale Raumbeschilderungen und eine Remote-Funktion zur automatiserten Überwachung. Dokumentation und Wartung passieren über eigene Video-Tutorials. Die globale Einbindung aller Miba-Standorte erfolgt mittels modernster IP-Streaming-Technologien. „Kapsch ist aus unserer Sicht das einzige Unternehmen, das die Herausforderung eines globalen Standards überhaupt leisten kann. Wir arbeiten schon lange eng zusammen und profitieren auch bei Video-Conferencing und Telefonie von den weltweiten Services von Kapsch“, so Wolfgang Prenner, Head of IT-Operations der Miba AG.

Ein zentrales Element bei übergreifenden Produktionsprozessen ist auch das Management oft umfangreicher Daten. Durch die neue EU-Verordnung DSGVO hat das Thema gerade für internationale Industriebetriebe erhöhte Relevanz. Der Baustoffkonzern Wienerberger produziert in 30 Ländern in Europa und Nordamerika jeweils lokal an rund 200 Standorten. Im Rahmen der neuen DSGVO musste ein System für das Datenmanagement gefunden werden, das sich auf länderspezifische Wienerberger-Strukturen anpasst und gleichzeitg ein stimmiges Ganzes ergibt.

Fertige Bausteine
Wienerberger beauftragte T-Systems mit einer Cloud-Lösung, wo die mehrfach gesicherten Daten und die dazugehörige Infrastruktur im Wiener Rechenzentrum von T-Systems gelagert und betrieben werden, inklusive Management der Benutzerkonten und –Rechte. „Durch die Cloud-Lösung müssen wir uns operativ nicht mit Updates oder sonstigen Revisionen beschäftigen“, sagt Christoph Schacher, Security Manager bei Wienerberger. Die Anwendung ist vorkonfiguriert und kann rasch an unterschiedliche Anforderungen der weltweiten Wienerberger-Standorte adaptiert werden. „Das sind fertige Bausteine, die kundenspezifisch angepasst und auch in bestehende IT-Systeme integriert werden können“, so Thomas Masicek, Head of IT-Security bei T-Systems.

Verantwortlich dafür ist „Risk2value“, eine Software von Avedos, die in Verbindung mit von T-Systems entwickelten Workflows Einhaltung und Anpassung der DSGVO ermöglicht, dabei ein revisionssicheres Datenanwendungsverzeichnis, Durchführung und Dokumentation von Datenschutzfolgeabschätzungen sowie Anleitungen bei Datenpannen und Anfragen enthält und als sogenannte GRC-Cloud (Governance, Risk and Compliance) zu einem ganzheitlichen Risikomanagement erweitert werden kann. „Es war stark zu merken, dass die Kollegen von T-Systems nicht nur Daten- und IT-Spezialisten sind, sondern auch bei der gesetzeskonformen Umsetzung viel Praxiserfahrung haben“, so Schacher.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 18.06.2019