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25. September 2021

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Kooperation amerikanischer Marketing-Power

Kooperation amerikanischer Marketing-Power© Pexels.com/Deepanker Verma 1482061

Neue Partnerschaft zwischen Salesforce und Google soll für Unternehmen Marketing-Kampagnen vereinfachen. Integration von WhatsApp soll Kundeninteraktion weiter steigern. Neue Updates für Cloud-Lösungen von Salesforce.

(red/cc) Kunden interagieren heute zunehmend digital mit Marken und haben steigende Erwartungen an ihre Online-Privatsphäre. Die strategische Partnerschaft zwischen Google und Salesforce soll Vermarktern helfen, ihre Kunden besser zu verstehen und gleichzeitig Kundenvertrauen zu stärken, indem sogenannte First-Party-Daten für eine intelligentere Messung und Aktivierung über Marketing und Werbung hinweg genutzt werden.

Die nächste Generation des Marketings
Die Marketing-Cloud von Salesforce soll dabei Unternehmen durch leistungsstarkes Datenmanagement und Analysen eine einheitliche Sicht (Anm. 360 Grad) auf ihre KundInnen bieten. Das betrifft insbesondere Marketer, um Interaktionen auf jedem Kanal zu personalisieren und nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen. Die Salesforce CDP (Commerce Data Cloud) ist eine Kundendaten-Plattform für Unternehmen, um Kundeninteraktionen überall zu optimieren.

Relevante Informationen auf einer einzigen Plattform
Unternehmen können diese Daten aus dem Customer-Relationship-Management (CRM) gewinnen – über Vertrieb, Service, Marketing, Kundenbindungsprogramme und Handel hinweg. Relevante Informationen werden dabei auf einer einzigen Plattform gebündelt, die für Marketing-, Werbe-, Personalisierungs- und Analyseanwendungen genutzt werden kann – mit der Zielsetzung, die Kundenbeziehungen und Umsätze zu verbessern.

Die Salesforce Neuerungen
Das in den Saelsforce-Lösungen enthaltene Interaction Studio analysiert kanalübergreifende Markeninteraktionen und nutzt eine Anwendung namens Einstein, um sofort eine Nachricht, ein Produktangebot oder eine Inhaltsempfehlung festzulegen und zu versenden.

Das ebenso integrierte Loyality Management gibt Unternehmen einen Überblick über ihre treuesten KundInnen, einschließlich Mitgliedsstatus oder Treuestufe von Loyalty-Programmen. „Durch die Verbindung dieser Technologien in Salesforce CDP können Unternehmen die Zielgruppensegmentierung und -aktivierung rasch verbessern, um dynamischere Erlebnisse in den Bereichen Marketing, Werbung und Handel zu bieten“, so Salesforce in einer Aussendung.

Datorama Reports und die Lernplattform Trailhead
Ein weiterer Bestandteil sind die sogenannten Datorama Reports als Analysetool in der Marketing Cloud. Damit haben Marketer nun direkten Zugriff auf neue E-Mail- und Customer-Journey-Berichte. Ebenfalls neu auf Trailhead, der kostenlosen Online-Lernplattform von Salesforce, ist jetzt ein Bereich mit fachspezifischen Inhalten.

Zwei Millionen Marketing-Badges
Mit bisher über zwei Millionen erworbenen Marketing-Badges bietet Trailhead Zugang zu berufsspezifischen Lerninhalten und zu einer Community von Marketingexperten. Mit den neuen benutzerdefinierten Lernpfaden (Anm. Trailmixes) können sich die Teilnehmer in verschiedenen Marketing-Karrierepfaden weiterbilden. Dazu gehören E-Mail-Marketing, Nachfragegenerierung, Marketing-Analytik, Data Science und CMO-Führung.

Snapchat Audience Match
Mittels Snapchat Audience Match können Marketer jetzt ihre in Salesforce gespeicherten First-Party-Daten nutzen, um gezielte, personalisierte Werbezielgruppen für Snapchat zu erstellen. Unternehmen erhalten so die Option, ihre Kundeninformationen zu nutzen, um sie mit passgenauen Inhalten auf der Plattform anzusprechen.

Zudem können sie diese Informationen nutzen und Kundenlisten erweitern, etwa neue Ziele mit ähnlichen Merkmalen wie bestehende Kunden mithilfe von sogenannten Lookalikes identifizieren.

WhatsApp Business Solution
Und mit der WhatsApp Business Solution der Marketing Cloud von Salesforce, können Unternehmen das Kundenengagement mit Keyword-Erkennung oder Transaktionsnachrichten verstärken. Betriebe haben damit nun die Möglichkeit, direkt mit Kunden auf WhatsApp zu kommunizieren und einfach ein Konto, Kanäle und Nachrichtenvorlagen einzurichten.

Die nächste Generation des kundenzentrierten Handels
Final sollen Unternehmen mit der Salesforce Commerce Cloud 360 schneller wachsen und tiefere Kundenbeziehungen aufbauen können. Die neuen digitalen Technologien sollen Unternehmen dabei helfen, Geschäftstrends zu erkennen, Kundenerlebnisse zu personalisieren und den gesamten E-Commerce-Prozess von der Bestellung bis zur Lieferung optimal abzuschließen.

Integriert in der Salesforce CDP sind jetzt auch die Commerce Cloud-Daten. Unternehmen erhalten einen vollständigen Überblick zu First-Party-Kundendaten über jeden Touchpoint hinweg und alle relevanten Informationen sind an einem Ort gebündelt. Hinzu kommt die Möglichkeit, Commerce-Daten im kanalübergreifenden Marketing zu nutzen.

B2B2C Commerce
Mit dem Service B2B2C Commerce wiederum haben Unternehmen nun die Möglichkeit ihre B2B- und B2C-Geschäfte auf genau derselben Plattform zu betreiben – oder sie getrennt zu halten. Durch die Kombination von Geschäftstätigkeiten auf derselben Plattform können B2B-Unternehmen schnell Direct-to-Consumer-Angebote starten.

Das passiert mit Klicks und nicht mit Code und erhöht so die Gesamtumsatzchancen, da Nutzern und Konsumenten der direkte Kauf bei Herstellern erleichtert wird. Durch diese Zusammenfassung an einem Ort bzw. auf einer Plattform, sind Unternehmen in der Lage, ihre Daten, Produkte und Dienstleistungen besser nutzen zu können.

Durchgehende Wertschöpfungskette mittels Order Management
Das Salesforce Order Management bietet final einen durchgängigen Prozess vom Auftragseingang bis zu Fulfillment und Lieferung. Umfasst sind nunmehr das sogenannte Omnichannel Inventory, Distributed Order Management und Order Management für B2B.

Mit Omnichannel Inventory und Distributed Order Management können Unternehmen und Kunden den Bestand in einem ganzen Netzwerk von Filialen und Fulfillment Centern in Echtzeit einsehen.

Filialen werden zu Distributionszentren
Unternehmen können ihre Filialen in Distributionszentren verwandeln und den Kunden die Wahl lassen, wie sie ihre Artikel erhalten möchten: Von der Lieferung am selben Tag über den Online-Kauf bis zur Abholung im Geschäft und weiteren Services.

Mit den zusätzlichen Funktionen für das Auftragsmanagement im B2B-Bereich erhalten wiederum Einkäufer mehr Transparenz und Kontrolle über ihre Bestellungen mit Self-Service-Fulfillment-Tracking, Stornierungen, Auftragsänderungen und Rechnungstransparenz – was alles in Salesforce Customer 360 vorintegriert ist.

Headless Commerce und Managed Runtime
Mit der neuen Progressive Web Application (PWA) und dem Service „Managed Runtime“ können Entwicklerteams schnell und kosteneffizient Front-End- und Back-End-Technologien entkoppeln, um individuelle Kundenerlebnisse zu schaffen, sogenannten Headless Commerce.

Herkömmliche Commerce-Lösungen benötigen Monate zur Implementierung und sind von der gesamten Customer Journey abgekoppelt. Mit Salesforce Headless Commerce sollen Entwickler nun einfacher ansprechende und interaktive Kundenerlebnisse umsetzen können. Zudem können sie die Hosting-Umgebung von Salesforce nutzen, um weniger Zeit mit der Pflege von E-Commerce-Sites zu verbringen und mehr Zeit für Innovationen für das Unternehmen zu haben.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 08.06.2021