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14. Dezember 2017

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Künstliche Intelligenz unterstützt Qualitätssicherung bei Siemens Gamesa

Künstliche Intelligenz unterstützt Qualitätssicherung bei Siemens Gamesa© Bilderbox.com

Fujitsu beschleunigt den Qualitätssicherungsprozess bei Siemens Gamesa dank einer gemeinsam entwickelten Lösung auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI).

Die bis zu 75 Meter langen Glasfaser-Turbinenblätter bei Siemens Gamesa werden durch spezielle optische Scans schadenfrei auf mögliche Fehler gescannt. Die programmierte KI untersucht die Aufnahmen der Blätter und schafft es, selbst kleine Haarrisse zu erkennen, die langfristig zum Komplettausfall der Windanlage führen könnten. Manuell durchgeführt dauert diese Prüfung bis zu sechs Stunden, doch die zentimetergenaue Abtastung verringert diese Zeit um 75 Prozent auf ca. 90 Minuten. Die spezialisierten Inspektoren können sich nun auf andere wichtige Aufgaben konzentrieren, anstatt ihre wertvolle Arbeitszeit für eine monotone Sichtprüfung zu verwenden.

Effizienz durch technologische Innovation eindrucksvoll belegt
„Fujitsu war ein großartiger Partner, der uns gezeigt hat wie wir unsere Daten effektiver und effizienter nutzen können,“ so Ken Kaser, Head of Operations bei Siemens Gamesa. „Der Ausfall von Turbinenblättern ist keine Option für unsere Anlagen. Dank der KI-Lösung benötigen wir für eine Inspektion nur noch ein Viertel der ursprünglichen Zeit und dazu haben wir eine Lösung mit der wir viel besser verstehen, wo an den Rotoren Fehler und Störungen entstehen können,“ ergänzt Heine Bach, Head of Quality in Operation bei Siemens Gamesa.     
„Dies ist wieder ein gutes Beispiel dafür, wie bestehende Strukturen aus dem Bereich der Produktion durch moderne Technologien wie Deep Learning und schnelle Bilderkennung effizienter werden. Außerdem wurde hier sehr deutlich demonstriert, wie erfolgreich Fujitsu seine Co-creation-Strategie gemeinsam mit unseren Kunden umsetzen kann,“ freut sich auch Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Fujitsu Deutschland, Head of Central Europe.

Flexibles Lizenzmodell minimiert Vorabinvestitionen in KI-Technologie
Fujitsu hat die komplexe personalisierte KI-Lösung für Siemens Gamesa auf ein Lizenzmodell ausgerichtet, welches die anfänglichen Investitionen für den Kunden minimiert. Das Produkt kann sich flexibel  an neue Rotorblätter-Typen anpassen. Es gibt bereits Pläne für 2018, diese KI-Technologie als Cloud-Variante für alle Kunden verfügbar zu machen.Weitere Einsatzfelder dieser Lösung ergeben sich beispielsweise im Automobilsektor, im Flugzeugbau oder in der Transporttechnik.
Die Technologie hinter der KI-Lösung wurden von den Fujitsu Laboratories of Europe entwickelt. Die Deep Learning-Komponente dieses neuen KI-Frameworks nutzt tiefe neuronale Netze zur Verarbeitung von Bilddaten für die Erkennung relevanter Muster. Die reale Datenanalyse wird in ein Bildanalyseformat umgewandelt und erlaubt damit eine automatisierte und beschleunigte Erkennung relevanter Muster in NDT-Ultraschall-Scan-Daten.

Viele Einsatzgebiete für neue KI-Lösung
Das optimiert die Qualitätskontrolle entscheidend und beseitigt potenzielle Engpässe im Produktionsprozess. Der Effekt: Die Produktionskapazitäten können vergrößert und die Effizienz kann deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus kann die Fujitsu-Lösung auch nach ihrer Implementierung weiterhin lernen.
Das führt ebenfalls zu einer signifikanten Leistungsverbesserung und damit zu einem höheren Return on Investment. Die neue Technologie der Fujitsu Laboratories of Europe wurde bereits erfolgreich eingesetzt, beispielsweise bei Zeitreihen-Sensor-Daten, der Energieverbrauchs-Messung, der Aktienpreisanalyse und der intelligenten Fertigung.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 14.11.2017