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14. Dezember 2017

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Technologische Veränderung braucht ein neues Basisfundament

Technologische Veränderung braucht ein neues Basisfundament© Bilderbox.com

Die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse zwingt Unternehmen nicht nur ihre bestehenden Business Modelle zu überdenken. Betriebe und Technikanbieter müssen sich auch Gedanken über die Anforderungen der zu Grunde liegenden Netzwerke machen.

Durch die Nutzung von Innovationen wie Cloud, Big Data oder Internet of Things (IoT) sind Unternehmen auf Konnektivität angewiesen und die steigenden Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit bedingen, dass Netze als Basis extrem anpassbar und flexibel wie auch einfach steuerbar sein müssen. Der Prozess für die Gestaltung derartiger Netzwerke ist bereits allein komplex genug und dann noch zukünftige Änderungen zu implementieren zumeist schwierig.
Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom, betonte zuletzt am Mobile World Congress in Barcelona dass „Kunden nicht mehr bereit seien das Risiko eines Netzwerks zu tragen, welches der erwarteten Qualität und Service nicht genügt. Auf Public Internet basierende Services sind nicht sicher und zuverlässig genug für Echtzeitanwendungen etwa für Logistik, produzierende Industrie oder Telemedizin.“ Abhilfe schaffen soll nun die von Deutscher Telekom und T-Systems gestartete „Next Generation Enterprise Network Alliance (ngena)“ vorab mit Partnern wie das globale US-Unternehmen CenturyLink, die indische Reliance oder Süd Koreas SK Telecom. Weitere Betreiber sollen folgen.
Zweck ist die Kombination aller Infrastrukturen damit Kunden über software-gesteuerte, virtualisierte Netzwerke weiter mit vertrauten Anbietern arbeiten, jedoch ohne sich um komplexe Prozesse, geografische Barrieren, wechselnde Ansprechpartner und Service-Vereinbarungen kümmern zu müssen. Bei den Anwendungen inkludiert sind etwa konvergente Dienste wie Unified Communications (UCC) oder erweiterte industriespezifische Anwendungen, alles auf Basis gesicherter Virtual-Private-Networks (VPN). „Zusammengefasst schafft ngena ein weltweit standardisiertes Netzportfolio, das sich per Klick bereitstellen lässt,“ so Franz Grohs, Geschäftsführer von T-Systems Austria.

Die sinnvolle Verknüpfung von alt und neu
Neben der Nutzung komplett neuer Netzwerke, gilt es in vielen Betrieben aber auch bestehende IT-Strukturen mit neuen technologischen Services zu verbinden. Consulter wie die Gartner-Group sprechen hier von bi-modalen Strukturen als Koexistenz von herkömmlichen Systemen und der schrittweisen Integration neuer digitaler Lösungen. Die Experten raten entsprechend zu flexiblen Plattform-Lösungen, die bestehende Systeme wie auch neue Services einbindet und dabei auch die Zusammenarbeit mit mehreren Anbietern gewährleisten. Fujitsu setzt hier beispielsweise auf die digitale Business-Plattform „MetaArc“, die sowohl neue Anwendungen wie auch vorhandene IT-Architekturen einbindet.
Unterstützt werden dabei technologische Innovationen, die zumeist von einzelnen Abteilungen verwendet werden und die parallele Modernisierung der bestehenden Systeme, inklusive des Managements vorhandener und neuer Daten. Diese Verbindung aus Kern- oder Altsystemen, etwa auch in einem Rechenzentrum, wird zusammen mit neuen Lösungen in eine Hybride IT-Landschaft verwandelt und maximiert so die Leistung der gesamten Infrastruktur. „MetaArc verknüpft die Verwaltung bestehender IT-Systeme mit der Nutzung neuer digitaler Lösungen wie etwa Big Data, Cloud-Services oder IoT und das ganze als offenes System wo auch verschiedene Anbieter eingebunden werden können“, so Wilhelm Petersmann, Managing Director Austria & Switzerland bei Fujitsu.

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red, Economy Ausgabe Webartikel, 31.10.2017