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12. Juli 2020

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Der gefährliche Fuß in der Tür

Der gefährliche Fuß in der Tür© pexels.com/Burst

Sicherheit als digitales Querschnittsthema. Rasche Verfügbarkeit von Daten und Applikationen bei standortübergreifenden Betriebsaktivitäten erfordert gesondert geschützte Umgebungen.

(Christian Czaak) Mit dem Start der Corona-Krise sind erwartungsgemäß auch die ersten sicherheitsrelevanten Fälle aufgetreten und mit Fortbestand des Ausnahmezustandes nehmen sie zu. Das von Behörden, Infrastrukturerhalter und Unternehmen besonders eingesetzte Home- und Remote-Working benötigt in diesem Kontext besonderes Augenmerk und das betrifft sowohl die Netzwerk-Sicherheit wie auch den Faktor Mensch.

Der sprichwörtliche Fuß in der Tür
„Viele Angriffe zielen derzeit auch darauf ab, nur einmal "einen Fuß in der Tür" bzw. im betrieblichen Netzwerk zu haben. Nahezu kein Unternehmen ist derzeit im Regelbetrieb, alle sind gefährdet“, sagt Thomas Masicek, Head of Security bei T-Systems Region Alpine Österreich und Schweiz.

Ein besonders heikler Bereich ist das Gesundheitswesen. Hier benötigt es exakte Vorbereitung, dann funktionieren auch die Schutzmaßnahmen sehr schnell. T-Systems betreibt für zahlreiche Spitalsbetreiber das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) mit ergänzenden medizinischen Subsystemen und hier braucht es klarerweise eine absolut sichere Verfügbarkeit.

End-to-End-Lösungen
Grundsätzlich bedeuten "Home-Office" und Remote-Working für Unternehmen eine gesonderte sicherheitstechnische Herausforderung. Mitarbeiter müssen von außen auf geschäftskritische Informationen zugreifen können und das erfordert einen gesondert gesicherten Bereich. Besonders relevant ist dabei das Thema "Firewall“. „Die befinden sich genau zwischen Internet und Home-Office und brauchen ein entsprechendes Management der Bandbreiten zwischen Schutz und Arbeitsressourcen. Technologische Abhilfe schaffen hier sogenannte "End-to-End" Lösungen“, erklärt Masicek.

Viele Unternehmen waren organisatorisch nicht auf eine derartige Krise vorbereitet, versuchen nun so schnell wie möglich viele "Home-Office" einzurichten und vernachlässigen dabei oftmals das Thema Sicherheit. „Menschlich verständlich, braucht es trotzdem besonderes Augenmerk, da es letztlich auch hier um geschäftsspezifische Belange gehen kann. Nötig sind hier zumindest klare Guidelines für das Arbeiten im "Home-Office" und das muss auch das Thema Daten miteinbeziehen“, unterstreicht T-Systems-Experte Masicek.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 28.04.2020