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06. Juni 2020

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EZB mit unveränderter Geldpolitik

EZB mit unveränderter Geldpolitik© pexels.com

Europäische Zentralbank lässt die wichtigsten Zinssätze unverändert. Inflation abermals entscheidend. Asset Purchase Programmlinie mit Ankauf von Vermögenswerten wird ebenso fortgesetzt. Ende erst bei Erhöhung der Leitzinsen.

(red/czaak) Die Europäische Zentralbank (EZB) beschließt in ihrer aktuellen Sitzung den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die sogenannte Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,0 Prozent, 0,25 Prozent bzw. bei minus 0,50 Prozent zu belassen.

Der EZB-Rat geht davon aus, dass „die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden, bis sich die Inflationsaussichten einem Niveau annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2 Prozent liegt, und dass sich diese Annäherung in der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation durchgängig widerspiegelt“, so die EZB in einer von der Österreichischen Nationalbank übermittelten Aussendung.

Aufrechterhaltung der geldpolitischen Akkommodierung
Beim Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Anm. Asset Purchase Programme/APP) wird die EZB die Nettoankäufe in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd. Euro fortsetzen. Hier geht der EZB-Rat so lange von einer Fortsetzung aus, wie es für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist - und von einer Beendigung, kurz bevor die Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere sollen weiterhin bei Fälligkeit für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, vollumfänglich wieder angelegt werden und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten, so die weiteren Informationen der EZB.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 30.01.2020