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15. November 2018

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Finanzierungsboom bei österreichischen Start-Ups

Finanzierungsboom bei österreichischen Start-Ups© piqs.de/bob jagendorf

Das Volumen der Start-Up-Finanzierungen in Österreich hat sich im vergangenen ersten Halbjahr mit 103 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Wien verbessert sich im europäischen Ranking, wo London vor Berlin und Paris beim Finanzierungsvolumen an der Spitze liegt. Die Zahl der Finanzierungen stieg von 17 auf 28, so die Ergebnisse des Start-Up-Barometers des Unternehmensberaters EY.

Wesentlich für den Zuwachs war das Investment über 41 Mio. Euro in das Wiener Reise-Start-Up Tourradar. Die zweithöchste Finanzierungsrunde im ersten Halbjahr schaffte das Kärntner Videostreaming-Start-Up Bitmovin mit 25 Mio. Euro, gefolgt vom Wiener Impfstoff-Entwickler Themis Bioscience (10 Mio. Euro), dem Wiener Sportsoftware-Start-Up Eversports (5 Mio. Euro) und dem niederösterreichischen "HD Vinyl"-Start-Up Rebeat (4 Mio. Euro).

Finanzierungen quer über alle Branchen
"Die österreichische Start-Up-Szene hat sich nach einem starken Jahr 2017 auch im ersten Halbjahr 2018 sehr lebhaft entwickelt", so Thomas Gabriel, Leiter der Start-Up Division bei EY Österreich. „Die Finanzierungen sind auch in der Breite besser geworden. Es gab quer über alle Branchen Kapitalspritzen für Jungunternehmen und das ist ein Beweis für die Vielfältigkeit der österreichischen Szene“, unterstreicht Gabriel.
Beim EY-Barometer werden öffentlich bekannte Meldungen über Finanzierungsrunden ohne Anspruch auf Vollständigkeit in Zusammenarbeit mit einem externen Analystenteam ausgewertet. Im ersten Halbjahr 2018 waren dies europaweit 1.995 Finanzierungen (plus 19 Prozent) in Höhe von 10,2 Mrd. Euro (plus 27 Prozent). Finanzierungsrunden ohne konkreten Betrag ("undisclosed") wurden ebenfalls gezählt.

Europäisches Ranking
Im Städteranking lag London beim Finanzierungsvolumen vor Berlin und Paris. Wien verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von Platz 23 auf 17. Europaweit die höchste Finanzierung im ersten Halbjahr erhielt das Berliner Online-Gebrauchtwagen-Start-Up Auto1. Der japanische Telekomkonzern Softbank investierte rund 460 Mio. Euro in Auto1. Auf Platz zwei schaffte es das britische FinTech-Start-Up Revolut, das umgerechnet 207 Mio. Euro einsammeln konnte. Danach folgt der Berliner Online-Möbelhändler Home24 (172 Mio. Euro) und das britischen Fintech Atom Bank (169 Mio. Euro).

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APA-Science/red/mc, Economy Ausgabe Webartikel, 05.11.2018