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20. Mai 2019

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Österreichs Banken wirtschafteten gut

Österreichs Banken wirtschafteten gut© Bilderbox.com

Die Österreichische Nationalbank weist den österreichischen Banken für das Jahr 2018 ein verbessertes Jahresergebnis aus. Die Begünstigung entstand primär durch ein erhöhtes Zinsergebnis.

(red/mich) Die österreichischen Kreditinstitute erzielten im Jahre 2018 ein konsolidiertes Jahresergebnis in Höhe von rund 6,9 Mrd. Euro. Das Plus in Höhe von rund 300 Millionen Euro gegenüber 2017 wurde insbesondere durch ein höheres Zinsergebnis begünstigt, so die aktuelle Verlautbarung der Österreichischen Nationalbank (OeNB). Die konsolidierten Betriebserträge der österreichischen Kreditinstitute lagen im Jahr 2018 um etwas über 5 Prozent oder eben 300 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Mehrere Einflussfaktoren
Steigernd auf die Betriebserträge wirkte sich vor allem das um 4,6 Prozent gestiegene Nettozinsergebnis aus. Weitere positive Treiber waren ein stark gestiegenes sonstiges betriebliches Ergebnis, das um etwas über 3 Prozent gestiegene Provisionsergebnis und die um 15,6 Prozent höheren Dividenden und Beteiligungserträge. Einen Rückgang verzeichnete hingegen der um 8,4 Prozent geringere Handelserfolg. Gedämpft wurde das Betriebsergebnis um die Erhöhung der Abschreibung bei den immateriellen Vermögenswerten mit einem Wert von 86,7 Prozent gegenüber Vorjahr. Zudem stiegen die Verwaltungsaufwendungen um 1,8 Prozent, wobei sich diese Entwicklung sowohl bei den Personal- als auch bei den Sachaufwendungen widerspiegelt.

Insgesamt konnte das konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen um exakt 5,1 Prozent verbessert werden. Neben den verbesserten Betriebserträgen wirkte sich vor allem der Rückgang bei Wertberichtigungen, Wertminderungen/Wertaufholungen sowie Rückstellungen für das Kreditrisiko positiv auf das Jahresergebnis aus. Ergebnisverschlechternd war die negative Veränderung des sogenannten sonstigen Saldos um fast 110 Prozent und der Anstieg der Ertragssteuern um 15,5 Prozent, so die Zahlen der OeNB.

Verschiedene Bilanzregularien

Zu beachten ist laut OeNB, dass die Daten für das Jahresende 2018 auf den Bilanzierungsvorschriften gemäß IFRS 9 beruhen, während die Vergleichswerte für 2017 noch unter IAS 39 erstellt wurden. Diese Regelwerke unterscheiden sich hauptsächlich in den Vorgaben zur Ermittlung der Wertminderungen.

Das angeführte konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen des Jahres 2018 in Höhe von 6,9 Mrd. Euro basiert auf den zum Zeitpunkt der Analyse vorliegenden aufsichtsstatistischen Meldedaten. Aus dem Vergleich zu den von Bankprüfern geprüften IFRS-Jahresabschlüssen, die zum aktuellen Zeitpunkt erst vereinzelt vorliegen, können sich noch Änderungen ergeben. Ein Hinweis auf die geprüften Daten des Jahres 2018 erfolgt im Rahmen der Presseaussendung zum 1. Halbjahr 2019.

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red/mich, Economy Ausgabe Webartikel, 09.04.2019