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15. November 2018

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Die Lebenswelten der Zukunft

Die Lebenswelten der Zukunft© piqs.de/keoni cabral

Die aktuelle QVC- Zukunftsstudie beleuchtet den Alltag in zwanzig Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf Themen wie technologische Innovationen und Auswirkungen auf Konsumverhalten und Gesellschaft. Gesonderte Beachtung finden Wünsche und Sichtweisen der Generation Z.

Wie wirken sich neue Technologien und künstliche Intelligenz auf das zukünftige Leben aus? Wie werden Menschen wohnen, sich kleiden, was werden sie essen und wie werden sie sich fortbewegen? Die aktuelle QVC Zukunftsstudie „Living 2038“ unter der Leitung von Trendforscher Peter Wippermann ermittelte die verschiedensten Entwicklungen. Befragt wurden zahlreiche Experten wie auch Konsumenten, in Summe mehr als 1.000 Menschen in Deutschland zu ihren Wünschen für das Leben von morgen.
„Spannende Einblicke haben uns vor allem die Vertreter der Generation Z gewährt, also die nach 2000 Geborenen“, sagt Mathias Bork, CEO von QVC Deutschland. „Besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Technologien werden diese jungen Menschen in zwanzig Jahren den Markt bestimmen.“ Diese Zielgruppe ist vergleichsweise auch optimistischer: 21 Prozent erwarten 2038 ein „lebenswerteres Dasein als heute“ und 30 Prozent sehen es „in etwa so lebenswert wie heute“.

Wir coachen uns selbst
Auffallend stark ist in der Generation Z der Wunsch nach mentaler Stärke. Schon heute wünschen sich 70 Prozent aus dieser Altersgruppe, schneller, kreativer und konzentrierter denken zu können. Mehr als jeder zweite Teenager kann sich außerdem vorstellen, künftig Nahrungsmittel und Trainingskonzepte zu nutzen, die seine Denkfähigkeit verbessern.
„Während wir heute Apps einsetzen, die unsere Fitness und unseren Schlaf tracken, könnte der nächste Schritt das mentale Selbstcoaching sein‘‘, sagt Studienleiter Peter Wippermann. „2038 werden wir die Ära des Mind- Liftings erleben. In einer sich permanent wandelnden Welt kommt es zunehmend auf die mentale Widerstandskraft an.“

Beauty-Tech mit natürlichen Ecken und Kanten
Medizinisch gesehen ist für die Jüngeren dabei offenbar vieles denkbar: Mikrochips zu nutzen, die im Inneren des Körpers die Gesundheit und Leistungsfähigkeit überwachen, können sich 33 Prozent der Generation Z vorstellen. 31 Prozent aus der Generation Z halten eine Verbindung zwischen einem Körperteil (z. B. Ohr) und dem Internet denkbar, um Informationen zu empfangen.
Das Bedürfnis nach jugendlichem Aussehen wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Aktuell wünschen sich 44 Prozent, dass ihr Aussehen mehr ihren Vorstellungen entspricht. 57 Prozent aus der Generation Z erwarten, dass High-Tech-Geräte zur Schönheitspflege in Zukunft ganz selbstverständlich werden. Drei Viertel sagen aber auch: Gerade weil es künftig viel Hightech-Beauty gibt, wird natürliche Schönheit wichtiger. Daher zählen eher Ecken und Kanten - als Ausdruck von Identität und Erfahrungen.

Personalisierte Kleidung und Nahrung aus dem 3D-Drucker
62 Prozent aus der Generation Z sagen zudem: Kleidung und Schuhe probieren wir in Zukunft nicht mehr an, wir lassen beides automatisch nach Maß anfertigen. Der Wunsch nach personalisierten Produkten steigt: 47 Prozent der Deutschen wünschen sich, dass Produkte mehr ihren Vorlieben und Bedürfnissen entsprechen.
Bei der Ernährung lässt sich dieser Trend schon heute beobachten. Sie wird immer individueller. 2038 kommt sie mit den Lieblingszutaten aus dem 3-D-Drucker oder wird nach Analyse des DNA-Profils passend nach Hause geliefert. 28 Prozent aller Deutschen und 43 Prozent aus der Generation Z können sich vorstellen, sich ihr Wunschgericht demnächst von einem 3-D-Drucker servieren zu lassen.

Virtuelle Welten und gemeinsam selber machen
Neue Technologien und Medien spielen auch bei den Themen Reise und Urlaub eine stärkere Rolle. 27 Prozent aus der Generation Z und 20 Prozent aller Befragten wünschen sich, dass sie ihr Zuhause nicht verlassen müssen, um etwas zu erleben. 56 Prozent der Teenager möchten künftig zu Hause Räume oder Brillen nutzen, um virtuell in fremde Welten abtauchen zu können.
Befragt nach Themen rund um Basteln und bauen wünschen sich 61 Prozent Produkte, die sie selbst reparieren können. 46 Prozent hoffen, bald mehr Dinge selbst zu machen und dazu gehört auch selber nähen oder bauen. Etwas mit eigenen Händen zu schaffen macht unabhängig und gibt dem Tun einen Sinn. Besonders dann, wenn man es gemeinsam macht: dann wird das DIY zum DIT (Do-it-together). Das zeigt auch das Beispiel des aktuellen Wiener Forschungsprojekts „BuildYourCity2gether“, wo Teilnehmer bereits ganze Häuser gemeinsam selbst bauen.

Die Studie
Das digitale Handelsunternehmen QVC beschäftigte sich bereits 2016 im Rahmen einer Zukunftsstudie mit der Frage: Wie kauft Deutschland übermorgen ein? In der Weiterführung der Studie dreht sich nun alles um das Thema „Living 2038: Wie lebt Deutschland übermorgen?“
Die aktuelle Studie entstand in Zusammenarbeit mit Trendforscher Peter Wippermann, dem Trendbüro und Kantar. Renommierte Experten unterschiedlicher Disziplinen sowie junge Konsumenten diskutieren darin Szenarien, wie die Welt von morgen aussehen könnte. Darüber hinaus wurden mehr als 1.000 Menschen in Deutschland im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage zu ihren Ideen für die Zukunft befragt.
QVZ wurde 1986 von Joseph Segel in den USA als Teleshopping-Sender gegründet und ist seit 1996 in Deutschland und seit 2002 auch in Österreich vertreten. Die Buchstaben QVZ stehen für Quality, Value (Wert) und Convenience (Komfort). Aktuell gehört das Unternehmen zum amerikanischen Medienkonzern Liberty Media, der auch als (neuer) Eigentümer der Formel 1 bekannt ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter, für 2017 wurde ein globaler Nettoumsatz von 8,8 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 01.10.2018