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14. Dezember 2017

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Handys killen Hände

Handys killen Hände© piqs.de/facemepls

US-Forscher warnen: Intensive Nutzung von Mobilgeräten schädigt die Nervenstrukturen der Hände.

Tragbare elektronische Geräte schädigen nachhaltig die Handnerven. Zu diesem Schluss kommen Forscher des US-amerikanischen Wiley College in einer aktuellen Studie zum Karpaltunnelsyndrom. Von den 500 dabei untersuchten Probanden zeigten 54 Prozent der intensiven Nutzer, aber nur zwölf Prozent der weniger intensiven Nutzer krankhafte Veränderungen an den Händen.

Kinder und Jugendliche besonders gefährdet
Nun raten die Forscher dazu, vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Häufigkeit und die Dauer des Gebrauchs von Mobilgeräten einzuschränken. Denn ohne entsprechende Kontrolle können Erkrankungen an Strukturen der Hand die Folge sein. Der Starnberger Handchirurg Michael Strassmair bestätigt, dass immer mehr junge Patienten an Erkrankungen der Handnerven leiden.
„Das Alter von Patienten mit Karpaltunnelsyndrom hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich nach unten verschoben hat. Betroffene in der Altersklasse der unter 20-Jährigen sind keine Seltenheit mehr,“ so Strassmair. Einen möglichen Weg, um Schäden zu vermeiden, sieht der Chirurg in bewusster Nutzung der Geräte: „Man sollte die Schreibphasen nicht exzessiv ausdehnen und zwischendrin Ruhephasen von mindestens 15 Minuten einhalten.“.

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PressetextAustria/red, Economy Ausgabe Webartikel, 14.11.2017