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03. Juni 2020

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Bildung, Wirtschaft und Lebensqualität

Bildung, Wirtschaft und Lebensqualität© NLK Reinberger

Nach der Hochschulstrategie definiert Niederösterreich nun auch seine Wirtschaftsstrategie für die nächsten Jahre. Bildung, Wirtschaftstransfer, betriebliche Innovation sowie Sicherung und Ausbau von Arbeitsplätzen und Lebensqualität sind die zentralen Schwerpunkte.

(red/czaak) Das Land Niederösterreich präsentierte kürzlich seine Hochschulstrategie und nun wurde auch die neue Wirtschaftsstrategie festgelegt. Für den Bildungs- und Hochschulbereich wurden drei Stoßrichtungen festgelegt. An erster Stelle stehen Studienangebot und die Erhöhung der Studierbarkeit, wo etwa die bestmögliche Unterstützung für Studierende vor allem beim Einstieg verstärkt wird.

„Wir werden dabei verstärktes Augenmerk auf die Übergänge zwischen Schule und Studium bzw. Beruf und Studium legen, etwa durch Brückenkurse vor allem bei den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)“, so Johanna Mikl-Leitner, Landehauptfrau von Niederösterreich anlässlich der Präsentation.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Der zweite Punkt betrifft den Ausbau der Forschung und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung der flächendeckenden Forschungsachse mit entsprechend auch regional über das ganze Bundesland verteilten Bildungs- und Forschungszentren (economy berichtete). Ein Schwerpunkt sind hier etwa neue Stiftungsprofessuren, landeseigene Forschungsförderungsprogramme wie auch internationale Förderungen und dafür wird nun eine eigene Forschungsservicestelle als zentrale Ansprechstelle geschaffen.

Dritte Stoßrichtung ist die Zusammenarbeit der Bereiche Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu sollen etwa Formate wie die "Science Academy" oder auch Kinder- und Jugenduniversitäten forciert werden. "Der Fokus auf Forschung, Technologie und Innovation ist entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Bildung ist der Schlüssel für Erfolg, für Jobchancen und für die Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung", so das Land in einer Aussendung.

Unternehmerland Niederösterreich mit Fokus auf KMU
Aktuell wurde nun unter dem Titel „Unternehmerland Niederösterreich. Qualität mit Zukunft.“ die Wirtschaftsstrategie präsentiert. „Wir wollen die Internationalität und die Standortattraktivität weiter erhöhen, Niederösterreich als innovativen Wirtschaftsstandort weiter ausbauen und nachhaltiges Unternehmenswachstum garantieren“, unterstrich Mikl-Leitner bei der Pressekonferenz.

„Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die kleinen und mittleren Unternehmen als wesentliche Säule der niederösterreichischen Wirtschaftskraft“, betonte Petra Bohuslav, Niederösterreichs Landesrätin für Wirtschaft. „Wir werden diese Unternehmen bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, aber auch in ihrer Weiterentwicklung und im nachhaltigen Wachstum unterstützen“, so die Wirtschaftschefin von Österreichs größtem Bundesland mit fast 100.000 Unternehmen und über 800.000 Erwerbstätigen.

Internationalisierung, Innovation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit
Ein besonderer Fokus bei der Umsetzung dieser Ziele liegt in den Themen Internationalisierung, Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Etablierte Standorte wie die Technopole und Wirtschaftsparks sollen ausgebaut werden, neue Standorte entstehen und das inkludiert auch Initiativen gegen den Fachkräftemangel. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft Transfer und Zusammenarbeit von Unternehmen mit Technologie- und Forschungszentren sowie die Unterstützung von Betrieben bei den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

„Wir haben für die „Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2025“ einen breiten Meinungsbildungsprozess entwickelt, diese Strategie ist zudem flexibel, sie kann rasch an neue Entwicklungen und Herausforderungen angepasst werden kann“, erläutert Petra Bohuslav. „Unsere heimischen Unternehmen produzieren hervorragende Qualität, daran orientiert sich auch das Leitmotiv der Wirtschaftsstrategie und dieses qualitative Image werden wir noch weiter ausbauen“, resümiert Johanna Mikl-Leitner.

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red/czakk, Economy Ausgabe Webartikel, 21.11.2019