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21. September 2020

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Erfolg geht auch in Krisenzeiten

Erfolg geht auch in Krisenzeiten© Pexels.com/Andrea Piacquadio

Liechtensteiner LGT Bank steigert im ersten Halbjahr Konzerngewinn um 26 Prozent auf CHF 191 Millionen oder 178 Mio. Euro. Striktes Kostenmanagement und Neupositionierungen von Tochterunternehmen als Eckpfeiler des Erfolges.

(red/cc) Die Liechtensteiner LGT als internationale Private Banking- und Asset Management Gruppe im Besitz der Fürstenfamilie erzielte im ersten Halbjahr 2020 in einem schwierigen Marktumfeld einen bemerkenswerten unternehmerischen Erfolg. Die auf Private Banking und Investment spezialisierte Bankengruppe steigerte den Bruttoerfolg um 6 Prozent auf exakt 900 Millionen Schweizer Franken/CHF (Euro 837 Mio.) und den Konzerngewinn gleich um 23 Prozent auf CHF 190,7 Millionen (Euro 178 Mio.).

Brokerage sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Juni auf rund CHF 219 Milliarden oder 204 Mrd. Euro (- 4 Prozent ggü. Vorjahr). Für die zweite Jahreshälfte 2020 geht die LGT weiter von einer soliden Geschäftsentwicklung aus, bleibt aber „aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen Unsicherheiten vorsichtig“, so die Bank anlässlich der Zwischenbilanz. Die Neupositionierung von LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone als eigenständige Unternehmen schreiten Angaben zufolge planmässig voran.
Aufgrund höherer Einnahmen aus dem Brokerage-Geschäft im Zuge der volatilen Marktentwicklung und einer höheren Vermögensbasis im Vergleich zur Vorjahresperiode stieg das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im ersten Halbjahr 2020 auf CHF 572 Millionen, bzw. Euro 532 Mio. (+ 7 Prozent). Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft (inkl. sonstige Erträge) erhöhte sich auf CHF 185 Millionen, bzw. Euro 172 Mio. (ebenso + 7 Prozent), da die Kunden mehr Währungstransaktionen durchführten. Das Zinsgeschäft stieg auf CHF 142 Millionen bzw. 132 Mio. Euro (+ 3 Prozent). In Summe wurde der Bruttoerfolg um 6 Prozent auf exakt CHF 900 Millionen, bzw. 837 Mio. Euro gesteigert.

Neugeldzufluss im Private Banking und im Asset Management
Die LGT verfügt per 30. Juni 2020 über eine Kernkapitalquote (Tier 1) von 21.4 Prozent, gegenüber 19.9 Prozent per 31. Dezember 2019, und „über eine ausgezeichnete Liquiditätsbasis“, so das Unternehmen. Der Nettozufluss an Neugeldern lag im ersten Halbjahr 2020 bei CHF 1,6 Milliarden (1,488 Mrd. Euro), wobei sowohl das Private Banking als auch das Asset Management zum Wachstum beitrugen. Die gegenüber den Vorperioden etwas verlangsamte Wachstumsrate ist auf Rückzahlungen von Krediten primär durch Kunden aus dem Mittleren Osten und Asien während der Marktturbulenzen gegen Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Quartals zurückzuführen.

Seither verzeichnet die LGT wieder starke Zuflüsse auf dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie. Nach Berücksichtigung der negativen Markt- und Währungseffekte beliefen sich die verwalteten Vermögen per 30. Juni 2020 auf CHF 218.7 Milliarden (204 Mrd. Euro), gegenüber CHF 227.9 Milliarden (212 Mrd. Euro) zum Jahresende 2019. Für das zweite Halbjahr geht die LGT von einer weiterhin soliden Geschäftsentwicklung und einem guten Gesamtjahr 2020 aus.

Dank an Mitarbeiter
„Die gesamte LGT Gruppe hat sich im ersten Halbjahr 2020 gut entwickelt und stellt auch unter noch nie dagewesenen Bedingungen ihre Stärke, Professionalität und Kundennähe unter Beweis. Dies ist vor allem auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die einen enormen Einsatz und grosse Flexibilität zeigen, um unseren Kunden jederzeit zur Seite zu stehen“, so Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Gruppe und künftiger Verwaltungsratspräsident der drei eigenständigen Unternehmen LGT Private Banking, LGT Capital Partners und Lightstone. Die LGT-Gruppe beschäftigt über 3700 Mitarbeitende an mehr als 20 Standorten in Europa, Asien, Amerika und dem Mittleren Osten.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 11.09.2020