Unabhängiges Magazin für Wirtschaft und Bildung

10. Dezember 2018

Search form

Search form

Internationaler Schulterschluss bei Blockchain-Technologien

Internationaler Schulterschluss bei Blockchain-Technologien© piqs.de/Wojciech Zielinski

Zusammenschluss von Erste Group, Spanische CaixaBank und Schweizer UBS als weitere Gesellschafter und Bankpartner von we.trade beschleunigt Entwicklung der Blockchain-basierten Handelsfinanzierungsplattform.

Nach den erfolgreichen Praxiseinsätzen von Blockchain-Technologien zur komplett digitalisierten Abwicklung internationaler Handeldienstleistungen (economy berichtete), verstärkt sich die Eigentümerstruktur der zugrunde liegenden Handelplattform we.trade. Der führende Anbieter von Blockchain-basierter digitaler Handelsdienstleistungen, und drei Banken des ehemaligen Batavia-Konsortiums haben sich verbündet.

Die wichtigsten internationalen Bankenpartner
Nach Deutsche Bank, HSBC, KBC, Natixis, Nordea, Rabobank, Santander, Societe Generale und UniCredit stoßen nun auch die  Erste Group, CaixaBank und UBS als Bankpartner und Gesellschafter zu we.trade. Die Zahl der an der Plattform beteiligten Banken erhöht sich damit auf zwölf und Dank der damit breit aufgestellten Plattform können Unternehmer-Kunden das nunmehr 13 Länder abdeckende we.trade-Netz für den internationalen Handel nutzen.
Nach dem erfolgreichen Start von we.trade im vergangenen Juni soll die Bedeutung der Plattform als größtes Blockchain-basiertes digitales Handelsfinanzierungsunternehmen durch die neuen Bankenpartner noch weiter gestärkt werden. Aus Sicht der an we.trade beteiligten Banken können mit den ehemaligen Batavia-Banken bedeutende Synergien bei Produkten und Technologien gehoben werden. Alle Institute haben mit IBM ähnliche Lösungen unter Anwendung von Hyperledger Fabric, einem von der Linux Foundation geschaffenen Blockchain-Framework auf Open Source-Basis, entwickelt. 
 
Praxiserprobtes Blockchain-Knowhow
„Wir freuen uns darüber, dass sich die Erste Group an we.trade als gleichberechtigter Gesellschafter beteiligt. Das ermöglicht unser im Rahmen von Batavia bereits erarbeitetes Blockchain-Knowhow einzubringen und das überzeugende Angebot von we.trade unseren Firmenkunden zur Verfügung zu stellen“, so Ingo Bleier, Head of Group Corporates bei der Erste Group. „Die erweiterte we.trade-Plattform bietet gegenüber anderen Handelsplattformen Vorteile aufgrund ihrer bereits bewährten Anwendung der Blockchain-Technologie und dazu kommt ihre einzigartige Abdeckung verschiedener Märkte“, betont Bleier.
we.trade expandiert weiter und prüft sowohl Banken wie auch Nichtbanken als zusätzliche Partner, welche die Vision einer offenen und interoperablen Plattform teilen. Mit der Aufnahme von Erste Group, CaixaBank und UBS erweitert sich die geografische Reichweite von we.trade nun auf Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz und Spanien.
Die we.trade-Plattform soll für Unternehmen den grenzüberschreitenden Handel durch die Erweiterung des digitalen Handelsnetzes einfacher und sicherer gestalten. Dank der Vertriebsstärke der teilnehmenden internationalen Finanzinstitute soll sich we.trade als Innovator in der Handelsfinanzierung und führender Partner für Markteinführung und Expansion auch über die Grenzen Europas hinaus positionieren.

Links

red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 04.10.2018