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15. November 2018

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Intelligente Plattformen für unterschiedliche Bedürfnisse

Intelligente Plattformen für unterschiedliche Bedürfnisse© Bilderbox.com

Im industriellen Bereich werden moderne Drohnen-, Tracking- und Sensortechniken über zentrale Plattformen in Echtzeit gesteuert. Bei institutionellen Dienstleistungen können damit auch mobile Geräte, Apps und die übergreifende Kommunikation abgewickelt werden.

Mit einem jährlichen Frachtumschlag von über 80 Millionen Tonnen ist Durban Südafrikas wichtigster Frachthafen. Auf Grund des steigenden Containerverkehrs kam es zu Überlastungen im Hafenverkehr mit dem Bedarf hier rasch Abhilfe zu schaffen. „Wir benötigten einen automatisierten Überblick über alle Abläufe und T-Systems hat eine Lösung angeboten, die alle Daten in einem einzigen Kontrollzentrum zusammenführt“, so Ristha Joga, ICT Manager der den Auftrag vergebenden Hafenbehörde Transnet.

Testphase unter praxisnahen Kriterien
Im Mittelpunkt stehen LTE-Netze und Telematik-Lösungen mit Drohnen-, Tracking- und Sensortechnologie, die eine Handhabung in Echtzeit ermöglichen. T-Systems liefert als Lead-Partner die Infrastruktur auf Basis von SAP-Hana sowie die Business-Intelligence-Komponenten. Drohnen- und Telematik kommen von Lots Projects, das drahtlose Kommunikationsnetz von Huawei.
Zur Gewährleistung der einwandfreien Funktion wurden im Vorfeld über drei Monate 18 unterschiedliche Anwendungsfälle mit den neuen Technologien getestet.
Beispielsweise ermöglichen Drohnen über und unter Wasser die automatisierte Kontrolle von Hafenbereich, Bojen oder auch Schiffsrümpfen und dazu vereinfachen sie die Kommunikation zwischen Zentrale und Schiffen. „Finales Ziel war eine Art Nervenzentrum zur Vereinfachung der Betriebsabläufe und zudem die Integration einer Echtzeit-Datenanalytik in die Geschäftsprozesse“, so Ronald Salis, Deal Executive von T-Systems.
Ein anderer Bereich wo umfangreiche Organisationsstrukturen über eine zentrale Plattform abgewickelt werden, sind Betreuungsdienste für Menschen. Mit rund 3.600 MitarbeiterInnen und weiteren 2.800 Ehrenamtlichen ist das Hilfswerk Niederösterreich eine der größten Hilfs- und Pflegeinstitutionen in Österreich. 68 Standorte bedeuten einerseits entsprechend kurze Wege für Bedürftige. Andererseits ist eine große organisatorische Abwicklung nötig mit zentralen und dezentralen Elementen bei der Einsatzplanung.

Ideales Anwendungsfeld für mobile Endgeräte
Beispielsweise müssen die Daten der zu betreuenden Personen, die Zeit- und Arbeitspläne sowie die Abrechnungen an einer zentralen Stelle zusammenlaufen. Daten zur gerade geleisteten Diensten, Zeitaufwand oder aktuelle Infos zum betreuten Fall müssen aber auch direkt vor Ort erfasst werden und entsprechend zeitnah zur Verfügung stehen.
Zusammengefasst ergeben die Anforderungen ein ideales Anwendungsfeld für mobile Endgeräte und passende Applikationen die unter Einbindung einer sicheren Datenübertragung über eine sogenannte Enterprise Mobility Management Plattform organisiert und verwaltet werden. Nach einem Auswahlprozess entschied sich das Hilfswerk NÖ für die Lösung von MobileIron die sodann von Kapsch BusinessCom implementiert wurde.
Zentraler Bestandteil neben einer gesondert gesicherten E-Mail-Lösung sind zwei Apps für die Automatisation von Einsatzplanung, Zeiterfassung und Abrechnung und das jeweils für den Bereich mobile Pflege sowie Familienberatung. „Neben einer erheblichen Zeitersparnis bei Wartung der Mobiltelefone und einem verbesserten Service für unsere Mitarbeiter, wird auch unser IT-Support wesentlich entlastet“, erklärt Erwin Kocher, IT-Leiter des NÖ-Hilfswerks.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 05.02.2018