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19. Juni 2024

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Deutschland versus Österreich beim Thema Arbeitsmarkt

Deutschland versus Österreich beim Thema Arbeitsmarkt© Pexels.com/pixabay

 Nach Erhöhung des Westbalkan-Kontingents auf 50.000 Personen wird die deutsche Wirtschaft Österreich bald überholen. Es brauche eine rasche Reaktion der Regierung, so die Österreichische Hoteliervereinigung.

(red/cc) Sind deutsche oder EU-Bürger:innen nicht verfügbar, werden offene Stellen mit Menschen besetzt, die arbeiten können und wollen und das betrifft dann Bewerber:innen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien, so die Sichtweise der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). „Sonst würde die Arbeit nicht gemacht. In der Situation ist Österreich. In Deutschland bleibt weniger Arbeit liegen, wird mehr Wertschöpfung erzielt, werden mehr Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eingenommen“, sagt Walter Veit, Präsident der ÖHV.

Noch länger zuschauen würde ein Volksvermögen kosten
Veit verweist auf eine aktuelle Studie von EcoAustria- Studie im Auftrag der ÖHV und die beziffert die volkswirtschaftlichen Verluste durch offene Stellen allein in der Hotellerie mit 1,2 Mrd. Euro: „Und das wird noch steigen, was aber nicht nötig wäre. Das Arbeitsministerium hat ein Konzept für eine österreichische Westbalkanregelung. Die muss umgesetzt werden, bevor alle Arbeitswilligen an unseren offenen Stellen vorbei nach Deutschland gegangen sind“, appelliert Veit an die Österreichische Politik. „Mit 1,4 Kindern pro Frau steuern wir zudem auf ein Arbeitsmarkt- und Pensionsproblem zu. Deutschland hat das erkannt und mit der Westbalkanregelung reagiert“, so Veit, der auch mehr Kinderbetreuungsplätze, höhere Zuverdienstgrenzen oder niedrigere Lohnnebenkosten fordert.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 07.06.2024